Ausgebildet werden am Standort Elektroniker für Betriebstechnik – ein Beruf, der bewusst gewählt wurde. Hintergrund ist die besondere Anforderung im Unternehmen: Die Ausbildungsinhalte müssen einerseits den offiziellen Rahmenlehrplan erfüllen, gleichzeitig aber auch praxisnah auf die spezifischen Anwendungen bei bott vorbereiten.
Vor der Einrichtung der neuen Ausbildungswerkstatt gestaltete sich die Ausbildung deutlich weniger strukturiert. Die Auszubildenden arbeiteten überwiegend direkt in der Produktion mit oder begleiteten Betriebselektriker im Arbeitsalltag. Eine eigenständige Ausbildungsumgebung oder ein dedizierter Ausbilder waren zuvor nicht vorhanden.
Dies stellte das Unternehmen vor Herausforderungen: Inhalte konnten nur eingeschränkt vermittelt werden, praktische Übungen fehlten teilweise und individuelle Lernstände ließen sich schwer berücksichtigen. Gleichzeitig musste ein Spagat zwischen Ausbildungsordnung und betrieblichen Anforderungen gemeistert werden.
Mit der neuen Ausbildungswerkstatt hat bott hierfür eine nachhaltige Lösung geschaffen. Herzstück sind mehrere modern ausgestattete Ausbildungsarbeitsplätze auf Basis des Arbeitsplatzsystems primus two. Insgesamt stehen sechs Arbeitsplätze zur Verfügung, die gezielt für die Ausbildung konzipiert wurden.
Die Arbeitsplätze ermöglichen es den Auszubildenden, elektrotechnische Inhalte nicht nur theoretisch zu erlernen, sondern direkt praktisch anzuwenden. Unterschiedliche Spannungs- und Netzsysteme können realitätsnah simuliert und untersucht werden. Auch Mess- und Analysetätigkeiten, beispielsweise mit dem Oszilloskop, sind fester Bestandteil der Ausbildung.
Ein besonderer Vorteil liegt in der sicheren Lernumgebung: Die Auszubildenden können eigenständig experimentieren, Fehler machen und daraus lernen – ohne Zeitdruck und ohne die Risiken, die im produktiven Umfeld entstehen würden. Dadurch wird nicht nur das technische Verständnis vertieft, sondern auch die Fähigkeit zur Fehleranalyse und Problemlösung gezielt gefördert.
Die neue Umgebung ermöglicht zudem eine individuellere Betreuung. Lerninhalte können wiederholt und an unterschiedliche Lerntypen angepasst werden, wodurch sich die Ausbildungsqualität deutlich verbessert. Gleichzeitig gewinnen die Auszubildenden an Selbstvertrauen und Sicherheit im Umgang mit elektrotechnischen Aufgaben.
Auch die Motivation profitiert von der neuen Struktur. Die Möglichkeit, Theorie und Praxis direkt miteinander zu verknüpfen, sorgt für ein besseres Verständnis und mehr Eigeninitiative. Darüber hinaus wirkt sich die moderne Ausstattung positiv auf die Wahrnehmung als Ausbildungsbetrieb aus – sowohl intern als auch bei potenziellen Bewerbern.
Mit der neuen Ausbildungswerkstatt zeigt bott, wie wichtig eine gezielte und praxisorientierte Ausbildung für den langfristigen Unternehmenserfolg ist. Gleichzeitig stärkt das Unternehmen damit nachhaltig seine Position im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.
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